Ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) verhindert, dass dein Internetdienstanbieter (ISP) sieht, was du online tust. Dabei übernimmt es jedoch das Routing deiner Internetverbindung zu den Websites, die du besuchst. Es kann also anstelle deines ISP überwachen, was du im Internet tust.

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Im Gegensatz zu deinem ISP ist der Schutz deiner Privatsphäre ein Kernbestandteil des Geschäftsmodells jedes seriösen VPN-Dienstes. Deshalb scheut ein guter VPN-Dienst keine Mühen, um sicherzustellen, dass er so wenig wie möglich über deine Internetaktivitäten weiß. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass du deinem VPN-Dienst großes Vertrauen entgegenbringst. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu wählen.

Wie ein VPN funktioniert

Ein VPN leitet deine Internetverbindung von deinem Gerät an einen VPN-Server weiter, der von einem kommerziellen VPN-Dienst wie Proton VPN betrieben wird. Die Verbindung zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server ist sicher verschlüsselt, sodass niemand, der sich zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server befindet, den Inhalt deiner Daten sehen kann.

Wie VPNs funktionieren

DNS-Abfragen, die benutzerfreundliche URLs in computerfreundliche Zahlenwerte übersetzen, werden normalerweise von deinem ISP bearbeitet. Wenn du dich jedoch mit einem VPN verbindest, leitet es diese DNS-Abfragen durch den verschlüsselten VPN-Tunnel und verarbeitet sie selbst.

Erfahre mehr darüber, wie ein VPN funktioniert

Dein ISP kann sehen, dass du mit einer IP-Adresse verbunden bist, die zum VPN-Server gehört, aber er kann nicht sehen, mit welchen Websites du dich danach verbindest.

Dein ISP und die von dir besuchten Websites sehen die IP-Adresse des VPN-Servers

Das bedeutet, dass die Verbindung mit einem VPN verhindert, dass dein ISP sieht, was du online tust. Und da die meisten staatlichen Massenüberwachungsprogramme darauf beruhen, dass ISPs die Browseraktivitäten ihrer Kunden protokollieren müssen, ist ein VPN ein wirksames Mittel, um ungerichtete staatliche Überwachung zu verhindern.

Was kann mein VPN sehen?

Wenn du dich mit einem VPN verbindest, kann der VPN-Anbieter dieselbe Art von Daten sehen wie dein ISP, wenn du kein VPN verwendest, einschließlich deiner echten IP-Adresse und der Websites, die du besuchst. Deine Daten werden zwischen deinem Gerät und dem VPN-Server verschlüsselt, aber der VPN-Server entschlüsselt die Daten, wenn sie den VPN-Tunnel von deinem Drive verlassen, und verschlüsselt sie wieder, wenn sie in den VPN-Tunnel zu deinem Gerät gelangen.

Das bedeutet, dass dein VPN-Dienst deinen unverschlüsselten Internetverkehr sehen kann. Dies ist jedoch kein Grund zur Sorge, da fast alle Websites und anderen Internetressourcen HTTPS verwenden, den Verschlüsselungsstandard, der das Internet sichert.

HTTPS verhindert, dass sowohl ISPs als auch VPNs die Inhalte deiner Daten und deine Aktivitäten auf Websites sehen – einschließlich der einzelnen Webseiten, die du besuchst (mit HTTPS sehen dein VPN und dein ISP beispielsweise, dass du proton.me besuchst, aber nicht, dass du diesen Blogbeitrag liest). HTTPS verhindert auch, dass dein ISP und dein VPN Daten sehen, die du auf einer Webseite eingibst (wie Bank- oder Zahlungsdaten oder deine Anmeldedaten).

Mehr über HTTPS erfahren(neues Fenster)

VPNs und Protokolle

Die Privatsphäre ist einer der Hauptgründe, warum Menschen VPNs nutzen. Im Gegensatz zu ISPs ergreifen seriöse VPN-Dienste daher strenge Maßnahmen, um die Privatsphäre ihrer Benutzer zu schützen. Eine der einfachsten und effektivsten Maßnahmen besteht darin, keinerlei Protokolle zu führen, die deine Online-Aktivitäten oder andere persönliche Informationen offenlegen könnten.

In vielen Ländern gibt es Gesetze, die VPN-Dienste dazu verpflichten, Protokolle zu führen. Daher haben VPN-Dienste ihren Sitz oft in Ländern, in denen es keine solchen Gesetze gibt.

Du solltest diese Behauptungen jedoch sorgfältig prüfen. Viele VPN-Dienste sind rechtlich in Steueroasen mit lockeren Unternehmensvorschriften oder an Orten ohne Protokollierungspflicht registriert, während sich ihre Mitarbeiter und Büros physisch in Ländern mit viel strengeren Protokollierungspflichten befinden.

Ob ein Sitz in einem anderen Land auf dem Papier ausreicht, um diese Unternehmen davor zu schützen, bei entsprechendem Druck zur Herausgabe ihrer Protokolle an ihre tatsächliche Regierung gezwungen zu werden, ist meist eine offene Frage.

VPNs und Massenüberwachung

In unserem Artikel darüber, was ein Internetdienstanbieter ist, erörtern wir, wie Regierungen weltweit ISPs dazu verpflichten, die Internetaktivitäten ihrer Bürger zu protokollieren. Überwachungsgesetze schließen oft auch VPN-Dienste in ihre Anforderungen zur Vorratsdatenspeicherung (Protokollierung) ein, was jedoch nicht immer der Fall ist.

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Wie oben beschrieben, haben viele VPNs ihren Sitz in Ländern, in denen sie die Browser-Historie ihrer Benutzer nicht protokollieren müssen. Solange solche Angaben authentisch und völlig legal sind, ist die Nutzung eines VPN eine äußerst effektive Methode, um sich der pauschalen staatlichen Überwachung zu entziehen.

Viele VPN-Dienste haben ihren Sitz jedoch in den USA. Es stimmt zwar, dass es in den USA keine Gesetze gibt, die ISPs oder VPN-Dienste ausdrücklich zur Protokollierung der Online-Aktivitäten ihrer Kunden verpflichten. Die vom NSA-Whistleblower Edward Snowden veröffentlichten Beweise zeigen jedoch, dass die US-Regierung National Security Letters(neues Fenster) (NSLs) in fast schon industriellem Ausmaß(neues Fenster) einsetzt, um Technologieunternehmen dazu zu zwingen, ihre eigenen Benutzer auszuspionieren.

Da NSLs unweigerlich mit Maulkorberlassen(neues Fenster) einhergehen, lässt sich unmöglich mit Sicherheit sagen, welche Unternehmen solche erhalten haben. Es ist jedoch absolut plausibel anzunehmen, dass alle oder die meisten in den USA ansässigen VPN-Unternehmen ins Visier genommen wurden (es wäre geradezu seltsam, wenn dies nicht der Fall wäre).

VPNs und gezielte Überwachung

VPN-Dienste sind unter Umständen nicht verpflichtet, Protokolle über die vergangenen Internetaktivitäten ihrer Benutzer zu führen, aber alle VPNs unterliegen rechtsverbindlichen Gerichtsbeschlüssen (und ähnlichen Rechtsinstrumenten). Gerichte können VPNs in fast jedem Land dazu verpflichten, mit der Protokollierung zu beginnen (wobei die Schweiz eine bemerkenswerte Ausnahme darstellt).

Diese Gerichtsbeschlüsse können sich in der Regel nur auf namentlich genannte Personen beziehen und dürfen nicht für Massenüberwachungszwecke oder zur gezielten Überwachung ganzer Personengruppen verwendet werden. Sie können jedoch beispielsweise von der Polizei genutzt werden, um Beweise gegen einen namentlich genannten Verdächtigen zu sammeln.

Wenn VPNs ein rechtsverbindlicher Gerichtsbeschluss zugestellt wird, haben sie keine andere Wahl, als sich daran zu halten. In der Regel bedeutet dies, dass sie ab dem Zeitpunkt des Erhalts des Gerichtsbeschlusses mit der Protokollierung des Browser-Verlaufs der namentlich genannten Person beginnen.

Natürlich können echte No-Logs-VPN-Dienste keine historischen Browserdaten von vor dem Gerichtsbeschluss herausgeben, da solche Protokolle schlichtweg nicht existieren.

Proton VPN

Proton VPN ist ein No-Logs-VPN. Unser physischer Hauptsitz befindet sich in Genf, Schweiz, und unsere Büroadresse findest du in der Fußzeile dieser Webseite. Die Schweiz hat einige der strengsten Datenschutzgesetze weltweit und VPN-Dienste unterliegen dort keinen Gesetzen zur obligatorischen Protokollierung.

Nach Schweizer Recht können wir nicht dazu verpflichtet werden, die Online-Aktivitäten unserer Benutzer zu protokollieren.

Abschließende Gedanken

Jeder VPN-Dienst kann deinen Browser-Verlauf überwachen. Seriöse Anbieter tun dies jedoch nicht und stellen sicher, dass sie keine Protokolle deines Browser-Verlaufs besitzen, die an Dritte übergeben werden könnten. Auf diese Weise ist es ihnen unmöglich, einem Gerichtsbeschluss zur Weitergabe von Informationen nachzukommen. Schließlich können sie nicht herausgeben, was sie nicht haben.

Die Behauptungen vieler VPN-Dienste, keine Protokolle zu führen (No-Logs), beruhen auf fragwürdigen Registrierungen, die einer gerichtlichen Überprüfung möglicherweise nicht standhalten.

Selbst wenn ein Unternehmen von sich behaupten kann, ein No-Logs-Dienst zu sein, kann ihm dennoch jederzeit ein rechtskräftiger Gerichtsbeschluss zugestellt werden, der es verpflichtet, Protokolle über einzelne Benutzer zu führen. Proton VPN ist dank der ungewöhnlich strengen Schweizer Datenschutzgesetze eine Ausnahme von dieser Regel.